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Klinik für Manuelle Medizin

Was erwartet der Patient und was können wir leisten?

Am 12. Februar 2010 trafen sich Ärzte, Therapeuten, Schwestern, Psychologen, Mitarbeiter des Sozialdienstes und der Verwaltung zur 2. Klinikkonferenz.

Ein Resümee von Andrea Jung

Sie haben seit einiger Zeit oder seit vielen Jahren Schmerzen? Sie haben bereits ambulante Therapien genutzt, die keinen oder keinen langfristigen Erfolg brachten? Sie können oder möchten sich nicht operieren lassen oder Ihre Erkrankung ist auch durch eine Operation nicht zu heilen? Ihr Arzt hat Ihnen jetzt einen Einweisungsschein für die Klinik für Manuelle Medizin gegeben?

Was kann diese Klinik, was andere nicht können, was kann diese Klinik speziell für mich tun? Womit haben die Ärzte dort Erfahrung? Was hat sich dort bewährt? Warum sollte mir ein Krankenhausaufenthalt nutzen, wenn meine bisherigen Therapien nicht geholfen haben? Was wird in Sommerfeld anders gemacht? – So oder ähnlich würden auch Sie Ihre Fragen stellen, käme ein Aufenthalt in der Klinik für Manuelle Medizin in Sommerfeld in Betracht.

Zunächst sei gesagt: Genau diese Fragen unter in den letzten Monaten stark veränderten Arbeitsbedingungen zu beantworten, war Thema der 2. Klinikkonferenz der Manuellen Medizin, die am 12. Februar stattfand. Die Klinik für Manuelle Medizin und Schmerztherapie, die aus der einstigen 1987 gegründeten Abteilung für Physiotherapie hervorgegangen ist, hat sich zu einem überregionalen interdisziplinären Schmerzzentrum für Erkrankungen des Bewegungssystems entwickelt. Diese Entwicklung war und ist von zahlreichen Veränderungen begleitet. Gerade im Jahr 2009 wurden von den Mitarbeitern der Klinik einige lang vorbereitete Projekte umgesetzt. So wurde ein Rückenintensivprogramm in Leben gerufen, welches eine (weitere) Chronifizierung von Rückenschmerzen verhindern soll. Die Planung der nur im Jahr 2009 stattgefundenen 105.734 Behandlungen (im übrigen sind dies 10.000 mehr als im Jahr zuvor) wurden und werden künftig mittels einer neuen Software vorgenommen. Es wurde das Institut für Musikermedizin Berlin-Brandenburg, welches an die Klinik für Manuelle Medizin angegliedert ist, gegründet.

Gestartet hat die Klinik für Manuelle Medizin aber seine Arbeit 2009 mit einer grundlegenden Neuerung. Sollten Sie nämlich zu uns kommen, werden Sie wahrscheinlich von unseren Schwestern und Ärzten in unserem Klinikportal aufgenommen.

Was ist das Klinikportal?
Sie ist der Ort auf dem Krankenhausgelände, an dem die Krankenhausaufnahme, also die Erledigung der Formalitäten und die ärztlichen Erstuntersuchungen unmittelbar bei Ihrer Ankunft stattfinden, um schnellstmöglich mit der Behandlung beginnen zu können. Hierzu gehören die Bewertung bisheriger Befunde, die körperliche Untersuchung durch einen unserer Ärzte genauso wie ein Gespräch mit einem unserer Psychologen.

Wozu brauche ich einen Psychologen in einer orthopädischen Klink?
Der Psychologe kann mit Ihnen gemeinsam noch besser herausfinden, wo genau bei Ihnen der „Schuh drückt“. Er kann mit Ihnen zum Beispiel versuchen Fragen zu beantworten wie: schiebe ich meine Schmerzen immer möglichst weit weg und muss ich nicht trotzdem alles im Alltag möglichst perfekt schaffen? Oder achte ich ganz genau auf jeden Schmerz und jede Schmerzveränderung? Bewege ich mich lieber ganz wenig, denn es könnte ja noch mehr weh tun? Oder auch: überfordert mich mein Alltag? Fühle ich mich niedergeschlagen und bedrückt? Gibt es etwas, was mich belastet, mir eine Last ist?

Geben Sie es zu: es ist mitunter nicht ganz leicht, diesen Fragen wirklich auf den Grund zu gehen. Wann achtet man schon bewusst darauf, wie man sich gerade fühlt, sich verhält, wie man mit sich selbst umgeht. Sie merken schon, alle diese Fragen ergeben Antworten, die nicht nur Ihren schmerzenden Rücken betreffen, sondern Sie als kranken Menschen sehen in einem bestimmten Beruf oder auch während der Arbeitslosigkeit und in einer bestimmten familiären Situation. Diese ganzheitliche Sicht ist für uns Ausgangspunkt, Ihre Beschwerden zu verringern. Dabei ist es auch Ziel, Ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, so dass Sie selbstverantwortlich und eigenständig in der Lage sind, mit Ihren Schmerzen umzugehen und diese zu reduzieren. Und dies entsprechend in einer nur zu Ihnen gehörenden Lebenssituation. Deshalb behandeln wir Sie interdisziplinär.

Mit dem Klinikportal kann diese mehrere Fachärzte und Therapeuten umfassende Kooperation, diese interdisziplinäre Zusammenarbeit, gleich mit Ihrer Ankunft stattfinden und hat somit eine neue Qualität.

Im Ergebnis der Untersuchungen im Klinikportal wird ein genau auf Sie zugeschnittener Behandlungsweg erstellt und diese Information unmittelbar an die Behandlungsabteilung weitergegeben. Hier werden im Bereich Therapieplanung die für Sie festgelegten Behandlungen organisiert. Die Eingangsuntersuchungen und Besprechungen, Therapien und Untersuchungen auf den Stationen genauso wie die Behandlungen durch die Therapeuten ergeben so ein individuelles Behandlungsmodell. Spätestens jetzt werden Sie festgestellt haben: zu jedem der beschriebenen Schritte gehören eine große Anzahl geführter Gespräche, die Kenntnis zahlreicher Informationen und ein hohes Maß an Kommunikation zwischen Ärzten, Therapeuten, Schwestern und Planern aller Termine.

Wie dieser Austausch sich mit der Einführung des Klinikportals für jeden Bereich verändert hat, welche Ergebnisse das mit sich brachte, welche neuen Erfahrungen in jedem Bereich gesammelt worden sind oder wo eventuell Ressourcen liegen könnten war somit Gegenstand der Beiträge, Vorschläge und Diskussionen der 2. Klinikkonferenz. Dieser Austausch, der während Ihres gesamten Aufenthaltes aufrechterhalten wird und aufrechterhalten werden muss, ist zeitlich sehr aufwendig und muss immer wieder neu in den Klinikalltag integriert werden.

Das Besondere hierbei ist ein für Sie und uns Erfolg versprechender Aspekt: auf der Konferenz wurde deutlich, dass die Mitarbeiter der Klinik in ihren Teams und darüber hinaus durchaus auch „ganzheitlich“ miteinander umgehen: den Blick nur „bis zur Schreibtischkante“ gibt es nicht. So greifen alle Ebenen, die an Ihrer Behandlung beteiligt sind, ständig kreativ und mit viel persönlichem Einsatz der Klinikmitarbeiter ineinander und sind selbst eine „ganze Einheit“. Ein hohes Maß an Kommunikation untereinander bildet sozusagen die Seele der Interdisziplinarität: weil die Mitarbeiter der Klinik ganzheitlich denken und handeln, können sie den Patienten ganzheitlich behandeln. Der anspruchsvolle Leitspruch: wir heilen mit Herz, Hand und Sachverstand findet so eine tägliche Entsprechung.

Patientenmanagement, Bettenplanung – Klinik für Manuelle Medizin

Andrea Jung

Telefon: 033055 5-2340
Telefax: 033055 5-2341
E-Mail: a.jung@sana-hu.de

Kontakt
Sana Kliniken Sommerfeld
Hellmuth-Ulrici-Kliniken

Waldhausstraße 44
16766 Kremmen OT Sommerfeld

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Telefax: 033055 5-1010
Rückennetz Berlin-Brandenburg
Vernetzte Spezialisten für die schnellen Behandlung von Rückenschmerzen.